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Militär in Wolfeneck
     
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Militär in Wolfeneck

Der Name mag täuschen, aber Friedland ist noch weit weg von Frieden. Es ist ein unterdrücktes und ausgepresstes Land und die lyrischen Besatzer können sich nur solange an der Macht halten wie sie durch militärische Überlegenheit den wolkowischen Freiheitsdrang zu bändigen wissen.

Obwohl Baron Du Mont eine weit weniger harte Linie verfolgt und die ansässige wolkowische Bevölkerung durchaus mit Wohlwollen behandelt, gibt es doch immer wieder Keimzellen des Widerstandes, die es rechtzeitig auszuheben gilt. Und den zu den lyrischen Besatzern loyalen wolkowischen Adligen in den Nachbarbaronien ist ebenso wenig zu trauen.

Somit ist es unabdingbar, eine militärische Minimalstärke in Wolfeneck aufrecht zu erhalten. Die damit verbundenen Schwierigkeiten sind leicht verständlich:

Nach der großen Pest gibt es zuwenig wehrfähige Männer in Wolfeneck. Bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 3000 Seelen sind wahrscheinlich die Hälfte Männer und davon wieder die Hälfte zu alt oder zu jung oder aus einem anderen Grunde nicht für den Wehrdienst geeignet. Bleiben also ca. 700-800 Männer, die in Frage kommen, welche aber ausschließlich Wolkowen sind und daher eher wenig Ambitionen zeigen, für einen lyrischen Baron gegen ihr eigenes Volk zu kämpfen. Und selbst wenn, wer soll dann die harte Männerarbeit des täglichen Lebens verrichten, die Felder bestellen und in den Edinberger Kupfer- und Zinnminen arbeiten?

Die Alternative eines Söldnerheeres kommt aus finanziellen Gründen ebenfalls nur in Ausnahmefällen in Frage. Immerhin muss der Baron ein nach Krieg und Pest darniederliegendes Land wieder aufbauen, der Neubau der Hauptstadt Wyvernesse und der Sydar-Born-Kanal verschlingen Unsummen, da reicht das Vermögen des Barons, welches zudem großteils in der von seinem Vater geerbten Reederei gebunden ist, nicht aus.